6 Mal Gold! Johannes Klaebo lässt der Konkurrenz auch über 50 km keine Chance
Somit wiederholte der 29-jährige Klaebo den Coup anlässlich der Heim-WM 2025 in Trondheim und baute seinen Leaderthron in der Statistik der erfolgreichsten Winter-Olympioniken auf 11 Goldmedaillen aus.
Klaebo bezwang Martin Nyenget im Schlussspurt. Dritter wurde Emil Iversen. Das Rennen war bereits turbulent lanciert worden. Nyenget griff gleich im ersten Anstieg an und zwang Klaebo ein erstes Mal, ein Loch zu schliessen. Auch in der Folge blieb das Tempo hoch. Iversen und Nyenget drückten und drückten: Nach 15 km lief bloss noch eine Fünfergruppe an der Spitze, nach 21 km waren nur noch Klaebo, Nyenget und Iversen vorne. Daran änderte sich bis kurz vor dem Ziel nichts, ehe Iversen als Erster abreissen lassen musste. Nyengets Goldtraum platzte dann im kleinen Anstieg vor der Zielgeraden.
Alle Legenden überflügelt
Klaebo überragte nicht nur seine Konkurrenten, sondern auch frühere Grössen wie Gunde Svan, Wladimir Smirnow, Björn Dählie oder Petter Northug um Längen. Er kann einfach alles, vom Sprint bis zum Fünfziger. Das ist einzigartig.
Sechs Goldmedaillen an denselben Winterspielen sind ein Rekord. Damit überholte Klaebo den ehemaligen US-Eisschnellläufer Eric Heiden, mit dem er sich seit Mittwoch die Bestmarke noch geteilt hatte.
«Hat sich immer gut angefühlt»
«Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden. Nach der WM im Vorjahr wussten wir, dass es möglich ist. Es jetzt wieder zu schaffen, ist unglaublich», sagte Klaebo im Siegerinterview. «Ich fühle mich mental in einer besseren Verfassung als letztes Jahr, jetzt habe ich viel mehr Spass auf der Strecke. Obwohl ich auch nervös war vor einigen Rennen, hat es sich immer gut angefühlt, jedes Mal rauszugehen und um die Medaillen zu laufen.»
Beda Klee und Nicola Wigger mussten früh abreissen lassen. Nach zwei von sieben Runden, auf denen es insgesamt knapp 2000 Höhenmeter zu bewältigen gab, betrug ihr Rückstand 1:15 Minuten. Klee teilte sich das Rennen gut ein und lief als 14. 7:38 Minuten nach Klaebo ein. Auch Wigger schaffte als 19. (8:30) ein Top-20-Resultat. (nih/sda)
